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Seliger, Heinrich

Seliger, Heinrich. Lehrer. Kommunalpolitiker. * 13.12.1888 Wolfsburg, † 17.10.1956 Ffm.
Schulzeit in Helmstedt. Bis 1913 Lehrerausbildung in Weferlingen und Halle. 1914 Eintritt in den Schuldienst der Stadt Ffm. als Lehrer an der Günthersburgschule. Seit 1920 SPD-Mitglied. 1921 auf Vorschlag der SPD-Stadtverordnetenfraktion zum unbesoldeten Magistratsmitglied gewählt. 1926 Vorsitzender der Berufsschuldeputation. 1928 Ernennung zum Magistratsschulrat. Am 13.3.1933 Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten. Im Juli 1945 Rückkehr in den Schuldienst. Von 1946 bis 1954 Schuldezernent der Stadt Ffm. In seine Amtszeit fiel der Wiederaufbau des Ffter Schulwesens nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu S.s wichtigsten Aufgaben der ersten Nachkriegsjahre gehörte die Schaffung von Unterrichtsräumen, da etwa die Hälfte der Ffter Schulgebäude zerstört war. Mit großem Eifer betrieb S. die rasche Wiederinstandsetzung des Ffter Schullandheims Wegscheide bei Bad Orb, um den in Trümmern aufwachsenden Ffter Kindern und Jugendlichen einen unbeschwerten Aufenthalt in freier Natur zu ermöglichen. Seit 1946 Vorsitzender der Stiftung Wegscheide, setzte er sich bis zu seinem Tod für den Erhalt und Ausbau des Schullandheims ein.
1954 Bundesverdienstkreuz.
Seit 1963 Gedenktafel im Ffter Schullandheim Wegscheide.
Heinrich-S.-Straße in Niederrad. Heinrich-S.-Schule, eine Grundschule, am Dornbusch.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 375, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Bermejo: Ffter Stadtverordnete u. Magistratsmitglieder als Verfolgte d. NS-Staates 2006, S. 335-340.
Bermejo, Michael: Die Opfer der Diktatur. Ffter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates. Ffm. [Copyright 2006]. (Geschichte der Ffter Stadtverordnetenversammlung, Bd. III; Veröffentlichungen der Ffter Historischen Kommission XXIII).
Literatur: Stvv. 1988, S. 42.
Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ffm. Um Ffm. verdiente Persönlichkeiten. Hg.: Stadtverordnetenvorsteher Paul Labonté. Ffm. 1988.
Quellen: ISG, PA 73.846 u. 73.847.
ISG, Personalakten der Stadtverwaltung (Best. A.11.02), ab ca. 1900.
| ISG, S2/1.429.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 1116815362 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Seliger, Heinrich. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1226


Stand des Artikels: 4.9.1995

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