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Drevermann, Fritz

Drevermann, Friedrich Ernst, gen. Fritz. Prof. Dr. phil. Geologe und Paläontologe. * 15.2.1875 Auhammer bei Battenberg/Eder, † 16.3.1932 Ffm.
1905 als Assistent von Kinkelin und Dozent an das Senckenbergianum berufen. 1910 Kustos. Leiter der geologischen Abteilung. Seit 1914 Extraordinarius, seit 1919 Ordinarius für Paläontologie an der Ffter Universität und Leiter des Geologischen Instituts. 1927/28 Rektor der Universität. Am Senckenbergmuseum machte sich D. besonders verdient um die Erwerbung bedeutender Objekte. Ihm ist es zu verdanken, daß die SNG und das Museum die politischen und wirtschaftlichen Krisen der Weimarer Jahre weitgehend unbeschadet überstanden. D. verstand es, Anteilnahme für das Museum in allen Bevölkerungsschichten zu wecken und Freiwillige zur Mitarbeit anzuregen. Sein vorbildlicher Plan zur Neugestaltung des Museums scheiterte angesichts unglücklicher Zeitumstände. Dank seiner Unterstützung konnte jedoch das Projekt einer senckenbergischen Forschungsanstalt für Meeresbiologie in Wilhelmshaven verwirklicht werden.
Mitbegründer der Geologischen Vereinigung. Mitarbeiter und Präsident der Paläontologischen Gesellschaft. Förderer der Studentenhilfe.
Fachveröffentlichungen, vor allem zur Paläontologie.
Gründer der Zeitschrift „Senckenbergiana“. Schriftleiter der von ihm gegründeten senckenbergischen Monatsschrift „Natur und Museum“ und der „Paläontologischen Zeitschrift“.
Büste (von Margret Joy Flinsch Buba) im Senckenbergmuseum.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 164, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 40.
Bergmann, E. (Hg.): Ffter Gelehrten-Handbuch. Ffm. [1930].
| Kallmorgen, S. 248f.
Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).
| Herta Schmidt in: NDB 4 (1959), S. 115f.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 28 Bde. Berlin 1953-2024. Fortgesetzt ab 2020 als: NDB-online (www.deutsche-biographie.de/ndbonline).
Literatur: Claudia Quiring in: AFGK 75 (2016): Akteure des Neuen Fft., S. 101f.
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.
| Hammerstein: JWGU I 1989, bes. S. 83-86.
Hammerstein, Notker: Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Ffm. Von der Stiftungsuniversität zur staatlichen Hochschule. Bd. I: 1914 bis 1950. Neuwied/Ffm. 1989.
| Hansert: Senckenberg-Forschungsmuseum im Nationalsozialismus 2018.
Hansert, Andreas: Das Senckenberg-Forschungsmuseum im Nationalsozialismus. Wahrheit und Dichtung. Göttingen 2018.
| Ruh: Fritz Ernst Drevermann 2001.
Ruh, Sabine Theodora: Dr. Fritz Ernst Drevermann, Professor für Geologie und erfolgreicher Museumswissenschaftler. Die Entwicklung vom Geologen zum Museumswissenschaftler. Museologisches Schaffen. Ffm. 2001.
Quellen: ISG, S2/5.403.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 11621886X (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Drevermann, Fritz. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2040


Stand des Artikels: 4.12.1987

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