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Junker, Hermann

Junker (eigentl.: Juncker), Hermann Philipp Ludwig Friedrich. Maler. * 18.9.1838 Ffm., † 10.2.1899 Ffm.
Sohn des Konditors Johann Christian Juncker und dessen Ehefrau Pauline Friederike, geb. Eisen. Verheiratet (seit 1866) mit Anna Caroline J., geb. Humbert (1845-?).
Lehre in der Dondorf’schen lithografischen Anstalt. Von 1855 bis 1860 Ausbildung am Städel bei Becker und Steinle. Kurze Tätigkeit als Schauspieler. Weitere Ausbildung als Maler in Paris (u. a. bei Courbet, 1862-64). Studienreisen durch Flandern und Holland. Rückkehr nach Ffm. Von 1873 bis 1876 Zeichenlehrer an der Musterschule. Studienreisen nach Holland, Tirol, Oberbayern und die Schweiz. Illustrator der Kleinen Presse und anderer Zeitungen. Bildreporter im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 (Ausgabe von „Szenen aus dem deutsch-französischen Kriege“). Beeinflusst von Moritz Oppenheim, dessen Zyklus „Bilder aus dem altjüdischen Familienleben“ J. mit vier Bildern fortsetzte.
Genrebilder in Öl, Aquarelle und Tuschzeichnungen mit historischen Szenen, zwölf Zeichnungen „Aus Goethes Leben“.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 381, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Dessoff, S. 69f.
Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im neunzehnten Jahrhundert. Hg. auf Veranlassung des Ffter Kunstvereins. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im neunzehnten Jahrhundert. Ffm. 1909.
| Kaulen, S. 323-326.
Kaulen, Wilhelm: Freud’ und Leid im Leben deutscher Künstler. Ffm. 1878.
| Thieme/Becker 19 (1926), S. 337f.
Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.
Literatur: FS Musterschule 1903, S. 224.
Festschrift zur Hundertjahrfeier der Musterschule (Musterschule – Elisabethenschule) in Ffm. 1803-1903. Ffm. 1903.
| Kohut: Berühmte israelit. Männer u. Frauen 1, S. 270-272.
Kohut, Adolph: Berühmte israelitische Männer und Frauen in der Kulturgeschichte der Menschheit. Lebens- und Charakterbilder aus Vergangenheit und Gegenwart. 2 Bde. Leipzig o. J.
| Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 134-138; vgl. auch S. 386f.
Maisak, Petra/Kölsch, Gerhard: Ffter Goethe-Museum. Die Gemälde. „... denn was wäre die Welt ohne Kunst?“ Bestandskatalog. Hg. v. Freien Deutschen Hochstift. Ffm. 2011.
| Städelkat. d. Gemälde d. 19. Jh.s 1972, Textband, S. 158f.
Holzinger, Ernst (Hg.)/Ziemke, Hans-Joachim (Bearb.): Die Gemälde des 19. Jahrhunderts. Text- und Bildband. Ffm. 1972. (Kataloge der Gemälde im Städel’schen Kunstinstitut I).
Quellen: ISG, S2/2.077.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 117239275 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Junker, Hermann. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2871


Stand des Artikels: 25.4.1990

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