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Kreß von Kressenstein, Georg Ludwig

Kreß von Kressenstein, Georg Ludwig (Freiherr). Nachname auch: (Freiherr) von Kreß. Offizier. Galvanoplastiker. Zeichner und Kupferstecher. Maler. * 25.2.1796 Wetzlar, † 29.12.1877 (Nürnberg-)Mögeldorf.
Militärische Laufbahn, zuletzt seit 1820 Leutnant in der Garnison Offenbach. Daneben Zeichenunterricht bei Radl und Reinermann in Ffm. 1828 Abschied vom Militär. Gründung der „Kunstanstalt G. L. von Kreß & Co.“ in Offenbach. Tätig als Maler und Kupferstecher. Arbeiten, zumeist Stechen von Platten mit Landschaftsmotiven in Aquatintamanier, u. a. für die Verlage Wilmans und Jügel in Ffm. 1840 ging K. nach St. Petersburg, wo er durch den Erfinder der Galvanoplastik, Moritz Hermann (von) Jacobi (1801-1874), dieses Verfahren kennenlernte und eine galvanoplastische Anstalt gründete. 1845 wurde K. nach Ffm. berufen, um das von Eduard Schmidt von der Launitz geschaffene Gutenberg-Denkmal in galvanoplastischem Verfahren auszuführen. In seinem Atelier in Oberrad stellte K. die Statuen von Gutenberg, Schöffer und Fust her, die ersten Kolossalfiguren, die nach der galvanoplastischen Methode produziert wurden (vollendet 1853). Später schuf K. hier nur noch kleinere galvanoplastische Arbeiten, vor allem plastische Landschaften in Aquatintamanier. 1867 ging K. nach Darmstadt.
Seine Erfahrungen als Galvanoplastiker fasste K. in der Schrift „Die Galvanoplastik für industrielle und künstlerische Zwecke. Resultate 26jähriger Erfahrungen“ (1867) zusammen.
Sein Sohn Gustav K. v. K. (1838-1898) übernahm wahrscheinlich die Werkstatt des Vaters. Gustav K. v. K. führte u. a. das Kirchner- und das Brentano-Denkmal in Ffm. sowie die Büste von Philipp Veit für dessen Grabmal in Mainz auf galvanoplastischem Wege aus.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 429, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: R. Bergau in: ADB 17 (1883), S. 128-130.
Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.
| Dessoff, S. 79f.
Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im neunzehnten Jahrhundert. Hg. auf Veranlassung des Ffter Kunstvereins. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im neunzehnten Jahrhundert. Ffm. 1909.
| Über die Familie Kreß von Kressenstein: Gerhard Hirschmann in: NDB 13 (1982), S. 10-12.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 28 Bde. Berlin 1953-2024. Fortgesetzt ab 2020 als: NDB-online (www.deutsche-biographie.de/ndbonline).
| Thieme/Becker 21 (1927), S. 503.
Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.
Quellen: ISG, S2/6.350.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 116522674 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Kreß von Kressenstein, Georg Ludwig. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2990


Stand des Artikels: 1.8.1990

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