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Kuhn, Richard

Nobelpreisträger für Chemie 1938. Goethepreisträger 1942.

Kuhn, Richard Johann. Prof. Dr. phil. Dr. h. c. mult. Chemiker. * 3.12.1900 Wien, † 31.7.1967 Heidelberg.
Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Nobelpreis für Chemie „für seine Arbeiten über Carotinoide und Vitamine“ (1938, auf staatlichen Befehl zurückgewiesen, nachträglich überreicht 1948), Goethepreis der Stadt Ffm. (1942), Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstädter-Preis der Universität Ffm. (1958) und Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband (1964).
Von 1968 bis 2005 wurde von der Gesellschaft Deutscher Chemiker in Ffm., deren Präsident K. 1964/65 war, eine „Richard-K.-Medaille“ für Leistungen auf dem Gebiet der Biochemie verliehen. Auf Beschluss des Vorstands der Gesellschaft 2005 wird diese Medaille nicht mehr vergeben, da K. sich durch seine unreflektierte Giftgasforschung und sein Verhalten gegenüber jüdischen Kollegen in der NS-Zeit „als Vorbild disqualifiziert“ habe.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 433, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932, S. 153f.
Drüll, Dagmar: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932. Berlin/Heidelberg/New York/Tokyo 1986.
| Heinz A. Staab in: NDB 20 (2001), S. 692.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 28 Bde. Berlin 1953-2024. Fortgesetzt ab 2020 als: NDB-online (www.deutsche-biographie.de/ndbonline).
Literatur: Emrich: Goethepreis 1963, S. 174-182.
Emrich, Willi: Die Träger des Goethepreises der Stadt Ffm. von 1927 bis 1961. Ffm. 1963.
| Wer ist wer? 1962, S. 848.
Wer ist’s? [Titel ab 1935 auch: Degeners Wer ist’s? Mit wechselnden Unter- bzw. Übertiteln, u. a.: Unsere Zeitgenossen. / Zeitgenossenlexikon. / Who’s Who in Germany?] Gründungsherausgeber: Hermann A. L. Degener. 1.-10. Ausgabe. Leipzig u. a. 1905-35. Fortgesetzt u. d. T.: Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 11.-52. Ausgabe. Berlin u. a. 1951-2015/16.
Quellen: ISG, S2/2.293.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Wikipedia, 2.3.2024.
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Hg.: Wikimedia Foundation Inc., San Francisco/Kalifornien (USA).
https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Kuhn

GND: 119171805 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Kuhn, Richard. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/3005


Stand des Artikels: 13.8.1990

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