Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
vor 100 Jahren, am 15. August 1926, wurde die neue Alte Brücke in Frankfurt eingeweiht. Sie schlug, im wahrsten Sinne des Wortes, den Bogen vom alten zum Neuen Frankfurt. Auch das spektakuläre „Brückenfest“ zu ihrer Einweihung verband Tradition und Moderne. Gedacht als „allgemeiner deutscher Volkstag“ im demokratischen Sinne, begann das Fest an jenem Sonntagmorgen mit der konventionellen „Brückenweihe“ zur feierlichen Schlusssteinlegung und einem historischen Festzug der Landsmannschaften. Daran schloss sich ein modern gestalteter Schiffsfestzug auf dem Main an. Nach vielfältigen Veranstaltungen – vom Volksfest mit einem Rummelplatz am Main über ein Pferderennen in Niederrad bis hin zu Sportwettkämpfen im Stadion – schloss der Tag mit einem besonderen Festspiel: einer avantgardistischen „Großen Brückenrevue“ in der Festhalle am Messegelände. Für deren Gestaltung hatte die Stadt Frankfurt einen prominenten Künstler der Zeit gewonnen, wovon der diesmalige Artikel des Monats berichtet.